Schwierige Esser? So beugst du vor!

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Schwierige Esser? Das muss nicht sein!

Die Entwicklung von gesunden Essgewohnheiten beginnt schon im Mutterleib

Immer nur Döner, Pommes und Pizza. Die Nudeln am Liebsten pur. Brokkoli? Igitt!  Spinat? Um Gottes Willen.  Zucchini? Geht gar nicht… Kommt dir das bekannt vor?

Typische Essensvorlieben unserer Kinder und Jugendlichen sorgen immer wieder für besorgte Blicke, Stress und oft auch Streit. Dabei können wir Eltern schon früh im Leben unserer Kinder einiges dafür tun, dass unser Nachwuchs gesunde Essgewohnheiten und Geschmacksvorlieben entwickelt und nicht zu einem „Schwierigen Esser“ wird.

Schwierige Esser im Kindesalter sind ein Stück weit normal

In der Schwangerschaft auf gesundes Essen achten

GESCHMACKSVORLIEBEN WERDEN SCHON IM MUTTERLEIB GEPRÄGT

Auch für Babys gilt: Wir lieben, was wir häufig essen! Erste Geschmacksvorlieben werden  schon in der Schwangerschaft geprägt. Die Geschmäcker aus dem mütterlichen Fruchtwasser sind die ersten, die unser Baby wahrnimmt – lange bevor es sieht und hört. Schon vor der 10. Schwangerschaftswoche bilden sich die ersten Geschmacksknospen auf der Zunge, kurz darauf kann der Embryo erste Geschmackseindrücke wahrnehmen und verarbeiten. Und diese Geschmackseindrücke haben viel damit zu tun, was die Schwangere isst und trinkt. Denn viele Bestandteile der mütterlichen Ernährung inklusive vieler Aromen und anderer Geschmackselemente finden ihren Weg ins Fruchtwasser und damit auch in Baby’s Mund und Magen. In zahlreichen Experimenten konnte gezeigt werden, dass Babys Vorlieben für die Lebensmittel und Geschmacksrichtungen entwickeln, die ihre Mütter in der Schwangerschaft bevorzugt haben.

vielseitiges Essen in der Schwangerschaft vermeidet mäkelige Esser im späteren Leben

Die Muttermilch schmeckt nach dem Essen der Mutter

Aromen in der Muttermilch prägen die Vorlieben des Kindes
abwechslungsreiche Aromen in der Muttermilch verhindern schwierige Esser

Was für die Schwangerschaft gilt, setzt sich während der Stillzeit fort. Das Baby isst mit! Viele Aromen der mütterlichen Nahrung finden ihren Weg in die Muttermilch und festigen auf diesem Weg die geschmacklichen Vorlieben des Säuglings.

Also Mamas:

Wollt ihr später keinen schlechten Esser am Tisch sitzen haben, achtet auf eine vielfältige, gemüsebetonte Ernährung nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch in der Stillzeit. Es zahlt sich auf vielfache Art und Weise aus!

Bei der Beikosteinführung auf Vielfalt achten

GESUNDES UND VIELFÄLTIGES ESSEN in der Beikostphase hilft, schwierige Esser im Kindesalter zu vermeiden!

Auch bei der Beikosteinführung können junge Eltern etwas dafür tun, dass ihre Babys gesunde Geschmacksvorlieben entwickeln.

Dass Zucker und Salz in den Babybreien nichts zu suchen haben, hat sich glücklicherweise mittlerweile rumgesprochen. Allerdings wird in vielen Familien die Beikost noch immer sehr zögerlich eingeführt: es ist noch immer weit verbreitet, dass Babys bei der Beikosteinführung erst einmal tagelang dasselbe bekommen. Das liegt an der mittlerweile überholten Empfehlung, erst einmal ausgiebig zu testen, ob das Kind ein neues Lebensmittel auch wirklich verträgt. Dabei ist selbst aus allergologischer Sicht längst nachgewiesen, dass dies überhaupt nicht hilft, sondern eher schadet.

Ich empfehle statt dessen, auch schon in den ersten Tagen der Beikosteinführung für Abwechslung im Geschmack zu sorgen und immer wieder verschiedenes Gemüse anzubieten. Auch sollten Eltern ihren Babys möglichst früh den  allgemein als allergiefördernd geltenden Fisch füttern. Abwechslung ist gut. Das dämpft nicht nur die Allergieneigung, sondern fördert auch die Geschmacksentwicklung. Denn Babys, die schon sehr früh einen abwechslungsreichen Speiseplan haben, werden später eher zu unkomplizierten Essern. Bei solchen, die wochenlang den immer gleichen Einheitsbrei bekommen, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen späteren „schwierigen Esser“.

Bei aller Abwechslung sollten junge Eltern allerdings trotzdem immer ihr Baby im Blick behalten. Auch wenn Abwechslung erstmal wünschenswert ist, so gibt Routine, Wiederholung und Gleichmäßigkeit Babys ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit. Wenn dein Baby sich mit den ersten Löffelchen sehr schwer tut, kannst du ihm über den immer gleichen Geschmack des immer gleichen ersten Gemüses erstmal Sicherheit vermitteln, und erst wenn es besser mit dem Füttern läuft dazu übergehen, die Lebensmittel zu wechseln.

Brei ist nicht gleich Brei

MASSNAHMEN GEGEN DAS BREI-EINERLEI

Eine weitere einfache Methode, unsere Babys schon früh an einen guten Geschmackssinn heranzuführen, besteht darin, die Lebensmittel im Brei nicht immer zu mischen, sondern auch einmal einzeln anzubieten. Der Mittagsbrei muss nicht immer durchmischt sein, sondern es darf auch Gemüsebrei, Kartoffelbrei und Fleisch- oder Getreidebrei nebeneinander geben. So gibt es nicht nur den einen Einheitsgeschmack, sondern mehrere verschiedene Geschmackserlebnisse für unsere kleinen Leckermäuler.

Vielfalt beim Brei gegen schwierige Esser

Denke auch daran, deinem Baby verschiedene Texturen anzubieten. Vielleicht gibst du ihm schonmal eine Banane oder eine Reiswaffel zum Lutschen selbst in die Hand? Und pürierst den Brei nicht mehr ganz so fein, damit auch schon Stückchen enthalten sind? Auch verschiedene Essens-Farben sollte dein Baby bereits in diesem Alter kennenlernen. Je vielfältiger die Eindrücke, die dein Baby beim Essen erlebt, um so besser für später!

Die Eltern als Vorbild

VIELSEITIGES ESSEN AM FAMILIENTISCH

Sind unsere Kleinen erst einmal aus dem Beikostalter heraus, mehren sich die Sorgen der Eltern um die Essgewohnheiten unserer Liebsten. Hat das Baby noch gegessen, was Mama oder Papa angeboten haben, so will das Kleinkind mit zunehmender Autonomie mehr und mehr selbst bestimmen, was es isst und was nicht. Und die Wahl in diesem Alter deckt sich nur selten mit unseren Vorstellungen und Wünschen. Hier kann ich den besorgten Eltern nur zu Entspannung und Gelassenheit raten.

 

Es ist ein Stück weit normal, dass Kinder in diesem Alter „schlechte Esser“ sind, einseitige Vorlieben haben und gerade leicht bittere Geschmäcker, wie sie für Gemüse typisch sind, ablehnen.

 

Und auch wenn wir die Kinder in diesem Alter niemals zwingen sollten, etwas zu essen, das sie nicht wollen, können wir doch einiges für die Entwicklung gesunder Essgewohnheiten tun! Unsere Kinder beobachten uns und lernen von uns. Sie ahmen uns nach. Wir sind ihr Vorbild. Wenn wir selbst regelmäßig Salat und Gemüse essen, erfahren die Kinder das als Selbstverständlichkeit. Über kurz oder lang wachsen sie aus dem Trotzalter raus und übernehmen einen großen Teil der elterlichen Gewohnheiten.

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Hast auch du Erfahrungen mit mäkeligen Essern?

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