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Sommer, Sonne, Babyhaut: Tipps zum Sonnenschutz

Die menschliche Haut ist ein Organ, das es zu schützen gilt. Vor allem im 1. Lebensjahr eines Kindes ist sie noch unreif, dünn und sehr empfindlich. Der UV-Eigenschutz muss sich erst noch entwickeln. Also müssen wir Eltern unsere Babys und Kinder vor zu viel Sonneneinwirkung schützen. 

Babyhaut vor Sonne schützen - aber wie?

wir haben die wichtigsten Tipps für dich

Es gilt, einige „Verhaltensregeln“ zu beachten. Dann kannst du den schädlichen Einflüssen der Sonne und damit langfristigen Sonnenschäden wirkungsvoll bei deinem Kind vorbeugen. Prävention ist hier ganz wichtig – sie ist Hautkrebs-Prävention für das ganze Leben!

Schattenplatz statt praller Sonne

zu jeder Jahreszeit ein Thema

Achte immer auf den UV-Index vor Ort. Viele Wetter Apps zeigen dir diesen tagesaktuell an. Der UV-Index gibt dir Auskunft über die aktuelle Stärke der Sonneneinstrahlung (UV-Anteil) und bietet dir eine gute Orientierung für deine Sonnenschutzmaßnahmen - nicht nur für dein Kind sondern für die ganze Familie.

 

Ein UV-Index von 1 oder 2 gilt als unbedenklich, ab 3 bzw. 4 ist ein Sonnenschutz erforderlich. 

Dein Baby ist noch klein?  Im ganzen ersten Lebensjahr sollte dein Baby grundsätzlich überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein! Suche also immer nach Schatten und vermeide direkte Sonnenbestrahlung wo immer es geht:

  • Bereite deinem Baby einen schönen Schattenplatz: Bäume, Sonnenschirme, Sonnensegel usw helfen dabei.
  • Achte darauf, dass sich die Wärme unter dem Sonnenschutz nicht stauen kann
  • Besonders die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr und pralle Sonne ganz allgemein solltest du möglichst meiden. 
  • Frühmorgens und am späten Nachmittag sind die Temperaturen meist angenehmer und der UV -Index niedriger. Plane den Tag mit deinem Baby entsprechend.
  • Auch im Frühjahr, Herbst und Winter ist direkte Sonne für die Babyhaut zu intensiv!

Achtung:
Ist dein Baby oder Kind zu lange der Sonne oder großer Hitze ausgesetzt, drohen schwere gesundheitliche Risiken wie Hitzschlag, Sonnenstich oder Sonnenbrand. Erkennst du erste Anzeichen, hole dein Kind sofort in den Schatten. Biete ihm Wasser zum Trinken an. Danach geht's sofort zu einem Arzt oder in ein Krankenhaus!

Auch die Kleidung schützt

möglichst viel Haut bedecken

  • Lass dein Kind immer eine Kopfbedeckung tragen: Kappe, Mütze oder Tuch mit Schirm und Nackenschutz. Sein Gesicht, sein Nacken und seine Ohren sind besonders sonnenempfindlich.
  • Achte darauf, luftige Kleidung zu wählen, also aus dünnem Stoff und eher weit geschnitten. Sie soll möglichst den ganzen Körper bedecken.
  • Eine Sonnenbrille braucht dein Kind vor allem im Gebirge und am Meer, denn dort ist die UV-Strahlung besonders intensiv. Das merkst du auch daran, dass Babys und Kinder oft weinen oder quengeln, wenn es ihnen zu hell ist. Achte auf eine gute Sonnenbrille mit hochwertigem UV-Filter, um die lichtempfindlichen Augen zu schützen.
Sonnenbrillen mit gutem UV-Filter sind auch für Babys wichtig, um die lichtempfindlichen Augen vor UV-Licht zu schützen

Sonnencreme

von chemischen über mineralische Mittel, die Auswahl ist groß

Es bleiben auch bei der besten Kleidung immer ungeschützte Körperstellen übrig. All diese Stellen cremst du mit speziell für Kinder geeignetem Sonnenschutzmittel ein.

  • Verwende reichlich Sonnenschutzmittel, so dass der volle Schutz erreicht wird.
  • Die Sonnencreme muss gegen UV-A- und UV-B-Strahlen schützen und wasserfest sein und einen ausreichend hohen Lichtschutz-Faktor (LSF) besitzen. Den Lichtschutz-Faktor bestimmst du in Abhängigkeit des UV-Indexes.
  • Bei längerem Verweilen in der Sonne, zum Beispiel im Schwimmbad oder am Meer, musst du die Sonnencreme wiederholt auftragen, vor allem nach jedem Baden.
  • Sei Vorbild und creme auch dich selbst ein. So schützt du nicht nur dich selbst, sondern sorgst auch dafür, dass Eincremen für dein Kind über kurz oder lang zur Routine wird.

 

Sonnenschutzmittel sind wichtig für den Schutz empfindlicher Kinderhaut

Es gibt chemische und mineralische Sonnenschutzmittel: Chemische Sonnencremes schützen die Haut, indem sie UV-Strahlen absorbieren und in Wärme umwandeln. Da sie zu diesem Zweck in die Haut eindringen und sich mit dem Unterhautfettgewebe verbinden müssen, entfalten sie ihre Schutzwirkung erst nach etwa 20 bis 30 Minuten Einwirkzeit. Mineralische Sonnenmilch, auch als physikalische Sonnenmilch bezeichnet, legt sich wie ein Schutzschild auf die Haut und reflektiert auftreffende UV-Strahlen. Diese zieht nicht ganz in die Haut ein. Dein Kind sieht ein bisschen „weiß“ aus und wenn du es berührst, dann spürst du die Creme immer auf seiner Haut. Probiere am besten aus, was du lieber magst. Beide Sonnenschutzmittel haben Vor- und Nachteile.

 

Jedes Jahr werden Sonnenschutzmittel von den bekannten Testinstituten getestet. Sie können dir eine gute Orientierung bieten. 

Sonnencreme für die Allerkleinsten - ja oder nein?

was es zu beachten gibt

Im ersten Lebensjahr solltest du soweit wie möglich auf Sonnenschutzmittel verzichten, um die empfindliche Babyhaut nicht unnötig zu belasten. Nutze so gut es geht Schattenplätze und Kleidung als Sonnenschutz. Trotzdem wird es immer Situationen geben, wo ein zusätzlicher Sonnenschutz auch bei den ganz Kleinen wichtig ist: bei einem Sommerurlaub oder im Schnee. Hier lässt sich die intensive Sonneneinstrahlung nicht immer komplett vermeiden. Vorsicht ist gut, aber ein schöner Urlaubstag auch! Schaue, was möglich ist, und vertraue deinem Gefühl.

Auch im Schatten lässt sich die Sonne genießen

Sonne richtig geniessen

in jedem Alter wichtig!

Dein Kind sollte jeden Tag an der frischen Luft sein, sich dort bewegen, toben und spielen. Schütze es je nach Alter mehr oder ein bisschen weniger vor der Sonneneinstrahlung. Seine Haut reift nach und gewöhnt sich zumindest über die Jahre immer mehr an die Sonne. 

Trotzdem kommt die Haut nicht immer ohne Schutz aus:

 

Sonnencreme, ein Schattenplatz und eine Kopfbedeckung sind in jedem Alter wichtig.
Dies gilt ganz besonders für Babys und Kleinkinder.
Aber auch für dich selbst und deine Prävention von Hautkrebs!

Sonne, Sonnenschutz und Vitamin D

stehen in direkter Konkurrenz

Unsere Haut braucht die UV-Strahlung aus der Sonne, um das lebensnötige Vitamin D zu produzieren. Auf der anderen Seite führen Sonnenschutzmittel dazu, dass praktisch keine UV Strahlung mehr auf die Haut kommt. So reicht ein Lichtschutzfaktor von 10 schon dafür aus, dass die Vitamin D Produktion fast zum Erliegen kommt. Umso wichtiger ist es, dass du deinem Liebling täglich seine Vitamin D Tablette gibst!

Wie hältst du das mit dem Sonnenschutz in deiner Familie?

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