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Achtung! Medizinische Infos in der Google Suche oft irreführend!

 

Bist du auch eine von denen, die sich bei medizinischen Beschwerden gerne selbst informiert? Und nutzt du dazu am liebsten Google? 

Dass das nicht immer ganz ohne ist - ganz besonders, wenn es um unsere Gesundheit geht - ist uns ja eigentlich schon länger bekannt. Ein deutsch-russisches Forscherteam hat nun dazu Zahlen veröffentlicht. Sie haben herausgefunden, dass die Qualität der Google-Ergebnisse bezüglich medizinischer Informationen besonders oft unzuverlässig ist.


So sah die Untersuchung aus

Das Forscherteam hat 1,5 Milliarden Suchanfragen nach gesundheitsrelevanten Themen durchforstet. Für die 30 häufigsten medizinischen Suchanfragen haben sie jeweils die ersten 10 Antwort-Snippets ausgewertet. Also diese Antworten, die von Google auf der ersten Seite platziert werden. Snippets sind dabei die kleinen Texte, die Google in der Vorschau für die jeweilige Webseite anzeigt.

Die Forscher wollten nun wissen, wie es mit dem Wahrheitsgehalt dieser Snippets aussieht, und haben sich ausserdem dafür interessiert, ob mögliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken gegeben wurden.

Und wie haben die Forscher nun definiert, was denn tatsächlich wahr ist? Dazu haben sie sich auf die großen und weltweit anerkannten Datenbanken für medizinische Studien "Cochran", PubMed" und "BioMed Explorer" bezogen. 

Ernüchterung

Ihr ahnt es bestimmt schon anhand meines Titels: Der Wahrheitsgehalt war tatsächlich erstaunlich schlecht. Knapp ein Drittel der Informationen, dass ein bestimmtes Mittel gegen eine bestimmte Krankheit wirkt, hat das Google Snippet als "wahr" angezeigt, obwohl es dafür keinerlei wissenschaftliche Erkenntnisse gibt. Und bei 10% der Fälle fehlten zudem die Angaben zu gesundheitlichen Risiken und potentiell giftigen Substanzen.

Es geht noch schlechter

Das Problem betrifft natürlich nicht nur Google. In der aktuellen Studie wurde auch die russische Suchmaschine Yandex untersucht. Dort waren die Ergebnisse noch drastischer...

Und jetzt?

Qualifizierte Beratung zahlt sich aus!

Was das für uns bedeutet? Natürlich wollen wir uns gerne umfassend informieren. Und natürlich hilft uns unser Freund Google hier weiter. Dennoch sollten wir alle immer im Hinterkopf behalten, dass die Google-Algorhythmen nicht den Wahrheitsgehalt der dargestellten Ergebnisse auswertet. Eine Webseite wird häufig erstellt, um zu verkaufen. Und "Good News" verkaufen sich nunmal viel besser. 

 

Deshalb meine Empfehlung: haltet euch an seriöse Anbieter, wenn es um gesundheitliche und entsprechend auch ernährungsrelevante Empfehlungen geht. Sucht nach Nachweisen für gesicherte Qualität, wie Krankenkassen-Anerkennungen, Zusatzausbildungen von Fachgesellschaften, Ergebnissen wirklicher wissenschaftlicher Studien und ähnlichem. Und vor allem: glaubt nicht alles, was ihr auf der ersten Seite der Google-Ergebnisse seht!

 

 

Und besonders wichtig: glaubt nicht einfach, was da draußen geredet wird. Sondern wendet euch mit euren Fragen an geschultes Fachpersonal. Gerade bei der Suche nach einer Ernährungsberatung ist es recht einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen. Achtet auf die Krankenkassen-Anerkennung, so wie ich sie habe. Und achtet darauf, ob euer Berater sich regelmässig fortbildet. Auch die Zugehörigkeit zu entsprechenden Fachverbänden spricht für Seriosität. Dann könnt Ihr Euch sicher sein, dass fundiertes Wissen und keinerlei Verkaufsabsichten hinter der Beratung stecken!

 

Mehr über mich und meine Fortbildungen und Qualifikationen erfahrt ihr hier.


Quelle: https://dl.acm.org/doi/10.1145/3459637.3482141

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